Allgemein bekannt: Sowohl Google als auch Amazon dominieren aktuell den Markt für Artifizielle Intelligenz (Künstliche Intelligenz). Leidtragende dabei sind die Hersteller von handelsüblicher Hardware, wie die CES-Messe in Las Vegas zeigt.

Was diese Messe so attraktiv macht, sind unter anderem auch kleine Pannen, wie der Umstand, dass sich Bixby, Samsungs Sprachassistent, selbständig in ein Gespräch einschaltet. Er scheint die Aufforderung zur Interaktion gehört zu haben.

Otto Normalverbraucher glaubt nach wie vor, bei Künstlicher Intelligenz ginge es noch zentral um einzelne Geräte, wie Mobilfunkgeräten oder smarten Kühlschränken usw. Doch klar ist: Artificial Intelligence ist bald Teil unseres Alltags und wird uns omnipräsent begleiten.

Künstliche Intelligenz: unser neuer Wegbegleiter

Künstliche Intelligenz hält bereits jetzt schon Einzug in unsere Alltagsgeräte. Vom TV, über Echo Dot bis hin zu übersetzenden Kopfhörern à la Star Trek, und sogar Roboter, die in Altersheimen die Heimbewohner bei Laune halten, ist schon beinahe alles dabei. Das zeigt die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas.

Algorithmen begleiten uns bereits seit Beginn des digitalen Zeitalters. Nur sind sie heute so wie eine Geheimrezeptur für die großen Internet-Player. Sowohl Google als auch Facebook halten sich mit Aussagen zu Ihren Algorithmen bedeckt. Nun werden gerade heutige Algorithmen vor allem unser vernetztes Leben prägen.

Sie begleiten uns beispielsweise in Form von Sprachassistenten auf Schritt und Tritt und versorgen uns mit Informationen, spielen Musik ab oder starten unseren Lieblingsfilm. Das phänomenale: Sie sind fähig sich selbst weiterzuentwickeln. Sie lernen mit jeder Interaktion dazu. So wie die Autokorrektur der alltäglich genutzten Messenger.

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Künstliche Intelligenz dominiert bereits insgeheim unseren Alltag.

Die Verkaufszahlen sprechen für sich: IDC beziffert den Anstieg der Verkaufszahlen intelligenter Elektronik wie smarter Lautsprecher, Kühlschränke, Lampen, Thermostaten usw. in 2018 auf 27 Prozent. Die nächsten Jahre wird der Markt konstant wachsen, laut IDC um 12 Prozent pro Jahr.

Hersteller von Hardware haben das Nachsehen

Der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz nötigt geradezu alle Hardware-Produzenten, die selbstlernenden Algorithmen in ihre Geräte zu implementieren. Sei es der Translator oder die nach Musikgeschmack vorgeschlagene Playlist der diversen Anbieter – die digitalen Assistenten zwingen sich geradezu auf.

Gerade auf dem Markt der mobilen Endgeräte ist der Trend angekommen. Statt zu tippen sprechen Menschen in der Straßenbahn in ihr Smartphone. Sie starten per Sprachsteuerung Apps, Suchanfragen im Web oder lassen sich den nächsten Bekleidungsshop um die Ecke anzeigen. Auf dieser Basis versuchen Hardware-Hersteller durch intelligente KI-basierte Software Kunden zu binden. Die besten und erfolgreichsten Beispiele dafür sind Apple, Google, Amazon und sogar Alibaba.

Das Zauberwort: das vernetzte Zuhause oder Auto. Google demonstriert gerade auf der CES seine Vormachtstellung in Sachen KI. Der Stand ist riesig und erweckt den Eindruck, dass die Hersteller von Hardware nicht zu Gast auf der CES sind, sondern zu Gast bei Google. „Hey Google“ prägt die gesamte CES.

Bixby: Samsung hat Entwicklung verschlafen

Obwohl Samsung zum Beispiel mit jährlich 500 Millionen verkauften smarten Geräten gut im Rennen ist, sind sie in Sachen Sprachassistent spät dran. „Bixby“ ist erst vergangenen März auf den Markt gekommen und die Entwicklung geht schleppend voran. Da gibt es extremen Nachholbedarf!

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Alexa & Co.: Sprachassistenten halten Einzug in deutsche Haushalte.

Der Echo Dot von Amazon, der mit „Alexa“ angesprochen wird, ist schließlich bereits vier Jahre auf dem Markt. Google zog nach und hat seinen Sprachassistenten seit zwei Jahren im Umlauf. Die Hardware-Industrie hat den Sprung verpasst und wird wohl kaum selbst schnellstens entsprechende Konkurrenzprodukte herstellen. Sie sind gezwungen, die weit entwickelten Systeme der Internetgiganten in ihre Produkte einzubinden.

Gutes Beispiel für die Integration etablierter intelligenter Systeme ist Philips. Die neue Generation ihrer Fernsehgeräte mit 4.000 horizontalen Bildpunkten basieren auf Android TV, einem OS (Operating System – Betriebssystem) von Google, das mit Hilfe des Google Assistant per Sprachsteuerung genutzt werden kann. Sony setzt ebenfalls auf die Technologie.

Hardware-Produzenten künftig stark abhängig von den drei Global Playern

Für die Kunden bedeuten die smarten, sprachgesteuerten Geräte wie Kühlschränke und Autos zwar einen Mehrwert. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch das große Geschäft mit den Daten der Konsumenten. Die neuen Technologien bedeuten zwar einen erhöhten Zugang zu potenziellen Kunden, allerdings müssen sich die Hardware-Produzenten auf die KI der drei großen Global Playern verlassen. Und die heißen Amazon, Alibaba und Google!

(lm)

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