Das Thing war ausverkauft und voll besetzt! 300 interessierte Eltern, Lehrerinnen, Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere interessierte Zuhörer holten sich Tipps zum Umgang mit Jungen. Dem Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg ist es gelungen den bekannten Jungenexperten Dr. Reinhard Winter vom Sozialwissenschaftlichen Institut in Tübingen für einen weiteren Vortragsabend zu gewinnen.

Nachdem die Nachfrage Ende Oktober vergangenen Jahres nach dem ersten Vortragsabend sehr groß war, gab es eine Neuauflage. Das Thema diesmal: „Jungen brauchen klar Ansagen!“. Dr. Reinhard Winter ist Diplompädagoge und arbeitet mit Jungen, Eltern und mit Menschen, die mit Jungen arbeiten. Darüber hinaus hat er einige Bücher zum Thema veröffentlicht.

Eltern, Lehrerinnen, Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher können laut Dr. Winter viel dazu beitragen, dass Jungen gut in der Schule, in Kindheit und Pubertät zurechtkommen und auch mit der Medienwelt klarkommen. Die Message: Jungen brauchen klare Ansagen und eine liebevolle Führung. Um das allerdings leisten zu können, brauchen alle, die mit Jungen leben und/oder arbeiten, eine stabile und verlässliche Haltung und eine gute vertrauensvolle Beziehung zu den Jungen.

Jungen brauchen liebevollen Führung für ihre Entwicklung

Beides würde den Personen mit Kontakt zu Jungen helfen, gelassen mit ihnen umzugehen und klarzukommen. Genau das würde den Jungen helfen, denn sie brauchen diese Art der liebevollen Führung für ihre Entwicklung. Dazu gehört unter anderem auch die ehrliche Auseinandersetzung im Streit, denn auch darin zeigt sich eine gute Beziehung. Dr. Winter ergänzte seine Ausführungen immer wieder mit kleinen Geschichten aus seiner langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Jungen und deren Bezugspersonen, was für die nötige Portion Humor sorgte, die übrigens auch im Leben und Arbeiten mit Jungen eine wichtige Rolle spielt.

Nicht zuletzt gehöre geradezu eine nötige Portion Ruhe und Gelassenheit bei den Erziehenden unbedingt dazu, um für sich selbst, aber auch für die Jungs die nötige Haltung und Klarheit – vor allem in der Auseinandersetzung – zu behalten. Nach dem Vortrag mit einer Reihe hilfreicher praktischer Tipps für den „Erziehungsalltag“, hatten die Besucher des Vortragabends die Möglichkeit, anschließend noch Fragen zu stellen und über das Thema zu diskutieren, was auch genutzt wurde.

(lm)

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